Das Projektblog für die trnd-Projektpiloten: Hier gibt's die aktuellen Projektnews und Diskussionen rund um das trnd-Projekt Opel Astra Sommertour 2007.

Der GTC erkundet Essen & Umgebung…

Schloss Beck / Bottrop - Kirchhellen

Das Wasserschloss Haus Beck gehört zu den schönsten erhaltenen Spätbarock Baudenkmälern Westfalens. Entworfen und erbaut wurde die Schlossanlage als Maison de Plaisance von 1766 bis 1777 durch den bekanntesten westfälischen Barockbaumeister Johann Konrad Schlaun. Obwohl durch Kriege unversehrt geblieben, verfiel das Schloss ständig. Erst 1966 begann die Restaurierung. Um die hierfür erforderlichen Gelder aufzubringen zu können, wurde das Schloss der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Nach alten Plänen wurden sämtliche Gebäude und der Eingang in den Originalzustand zurückversetzt. Heute steht das Schloss unter Denkmalschutz.

Tetraeder / Bottrop

Ein weithin sichtbares Zeichen für den Wandel im Ruhrgebiet.
Das Tetraeder, zusammengesetzt aus Stahlrohren und Gussknoten, ist ein Symbol für den Strukturwandel in der Region. Die Konstruktion wurde auf einer ehemaligen Bergehalde des Bergbaus errichtet. Die Halde an der Beckstraße gehört zur Haldengeneration der sogenannten terrassierten Tafelberge. Sie wurde von 1969 bis 1993 aufgeschüttet und befindet sich seit 1997 im Besitz des Kommunalverbandes Ruhrgebiet.
Rund 50 Meter hoch ist die Konstruktion, die die 65 Meter hohe Halde ergänzt. Frei geformte Treppen- und Aussichtsplattformen machen die Skulptur begehbar. Von den Treppen und Plattformen aus bietet sich ein einmaliger Blick über den Innenraum des Turmes, die Haldenoberfläche und das Panorama der Stadtlandschaft entlang der Emscher. Das “Haldenereignis Emscherblick” ist ein Projekt der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA), der RAG, des Kommunalverbandes Ruhrgebiet (KVR) und der Stadt Bottrop. Im Rahmen der Sicherung von Grün- und Freiflächen hatte der Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR) die Halde erworben.

Villa Hügel / Essen

Das Anwesen Hügel 1 im Essener Stadtteil Bredeney ist im Grundbuch der Stadt Essen als Einfamilienhaus eingetragen. Mit seinen 269 Räumen und 8100 m² Wohn- und Nutzfläche, herrlich gelegen in einem ca. 28 ha großen Park über dem Baldeneysee, ist die Villa aber weit mehr als nur ein Unternehmerwohnsitz – sie ist ein Symbol der Industrialisierung Deutschlands.

Die Villa Hügel, in den Jahren 1870 bis 1873 von Alfred Krupp (1812 – 1887) erbaut, sollte nach der Vorstellung des Bauherren Wohnhaus und Refugium für die Familie und für ihn selbst sein, weit weg von Lärm und Hitze der Gussstahlfabrik Fried. Krupp. Sie sollte auch den angemessen würdigen Rahmen für Repräsentation, Empfänge und Festlichkeiten bieten. Hier waren Kaiser und Könige zu Gast, Unternehmer aus aller Welt, Politiker und Regierungschefs vieler Nationen. Heute ist die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung Eigentümerin des gesamten Anwesens. Sie fördert Projekte in den Bereichen Wissenschaft in Forschung und Lehre, Erziehungs- und Bildungswesen, Gesundheitswesen, Sport sowie Literatur, Musik und bildende Kunst.
1984 gründete Prof. Dr. h.c. mult. Berthold Beitz die »Kulturstiftung Ruhr« mit Sitz in der Villa Hügel und dem Auftrag, »dem kulturellen Leben im Ruhrgebiet neue Impulse zu geben«. Sie setzt bis heute die Tradition der großen Ausstellungen auf Villa Hügel fort. Der vorliegende handliche Band schildert anschaulich die Geschichte und Nutzung des Hauses vom Wohnsitz mit künstlerischer Ausstattung und Gutsbetrieb bis zum heutigen Zentrum für weltberühmte Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Neben der attraktiven Gestaltung verlocken die zahlreichen Abbildungen aus den reichen Schätzen des Historischen Archivs Krupp zum genussreichen Schmökern. Der Band bildet den Auftakt zu einer von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung herausgegebenen »Kleinen Reihe Villa Hügel«, in der insbesondere die Villa Hügel sowie die Geschichte des Unternehmens und der Familie Krupp der breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden sollen.

Schloss Schellenberg / Essen

Bereits im 12. / 13. Jh. erste Erwähnung als Adelssitz.
Im 15. Jh. Übergang in den Privatbesitz der Familie Freiherr von Vittinghoff gen. Schell zu Schellenberg.
Bis zum 20. Jh. Nutzung zu Wohn- und Wirtschaftszwecken.
1909 Umzug der Familie Vittinghoff-Schell an den Niederrhein und Verpachtung des Schlosses an den katholischen Förderverein für Frauen, Mädchen und Kinder.
Seit 1970 Vermietung des Schlosses an das Land NRW zu Seminar- und Schulungszwecken der Höheren Landespolizeischule Carl Severing.
Zwischen 1979 und 1986 denkmalgerechte Restaurierung und Umgestaltung sämtlicher Gebäude.

Gartenstadt Margarethenhöhe / Essen

Die Margarethenhöhe (entstanden zwischen 1909 und 1938) nimmt in der Geschichte der zahlreichen Werkswohnungsbauten der Firma Krupp (bzw. ihres Sozial- und Wohlfahrtwerkes) eine Sonderstellung ein: sie ist nicht die älteste Siedlung, aber in Deutschland einer der ersten und wohl auch konsequentesten Versuche der Umsetzung der Ideen der Gartenstadtbewegung. Diese Bewegung basierte auf dem Modell des Briten Ebenezer Howard, das er 1898 in seinem Buch „Tomorrow a Peaceful Path to Real Reform“ publiziert hatte. Im Zentrum stand ein Siedlungsmodell, das die Vorteile vom Stadt- und Landleben verbinden sollte.
Die Essener Margarethenhöhe ist nach ihrer Stifterin – Margarethe Krupp – benannt. Ihr Architekt Georg Metzendorf verband die Idee des sozialen Wohnungsbaus mit romantisch gestalteten Fassaden. Metzendorf gehörte dem Werkbund an, war ein Förderer der „Folkwang Idee“ und stand in Kontakt zu dem Künstlerkreis um Karl Ernst Osthaus in Hagen.
Metzendorf setzte sein Konzept des „Klein-Wohnhauses“ mit eigenem Garten um. Dabei wurde den Familien modernster Komfort – das waren damals Bad, Wasserklosett und Zentralheizung – zuteil.
Das Herz der Gartenstadt Margarethenhöhe ist der malerische Marktplatz mit seiner Achse aus Gasthaus (heute Hotel-Restaurant Margarethenhöhe), Brunnen und der ehemaligen Kruppschen Konsumanstalt (heute Supermarkt / Edeka).
Die Margarethenhöhe ist noch heute im Besitz der Margarethe Krupp-Stiftung für Wohnungsvorsorge.
Dank des Wiederaufbaus der Häuser nach dem Zweiten Weltkrieg kann die Siedlung, die seit 1987 unter Denkmalschutz steht, in ihrer historischen Form besichtigt werden.

Diskussion

Meinungen der trnd-Partner

12.10.07 - 20:23 Uhr
von HAL9000

Hallo Lexa, irgendwie ist der gesamte Text verlinkt ;-) Das hatte ich auch schon mal, checke doch einfach mal den Blogeintrag, da ist was faul mit dem abschließenden “-Tag”.

12.10.07 - 20:44 Uhr
von Lexa79

Ja… der Link führt zu einer Slide-Show mit den Bildern vom GTC vor den jeweiligen Sehenswürdigkeiten.

Hab keinen Plan, wie ich die hätte anders reinstellen können. Hab mehrere Varianten probiert, aber nichts funzte richtig *sfz*

Hatte BigT vor ein paar Tagen deswegen schon angeschrieben, aber er hat sich nicht gemeldet.

Kann mir hier vielleicht jemand helfen, wie ich die Slide-Show einstellen kann, das sie sofort sichtbar ist?!?

13.10.07 - 15:45 Uhr
von nini81

@ Lexa79: So müsste es gehen, oder? Hab die Überschriften noch verlinkt gelassen. Vielen Dank für diesen tollen Beitrag!!! :)

14.10.07 - 15:05 Uhr
von Lexa79

Danke Nini!!!